Restaurierung eines OSTASIATISCHEn HENKELKÖRBCHENs

Die Einzelteile einer äußerst filigranen Miniaturschnitzerei aus Elfenbein bilden ein Körbchen mit hohem geschwungenen Henkel und einem Deckelknauf. Diese hauchdünnen Elfenbeinobjekte wurden seit 1820 eigens für den Export nach Europa hergestellt. Sie erfreuten sich wohl größter Beliebtheit, da heute noch in mehreren Sammlungen in Europa solche Objekte existieren.
Die Genreszenen der durchbrochen gearbeiteten Dekore der verschiedenen Körbchen ähneln sich zwar, sind jedoch bei allen bekannten Objekten individuell angefertigt.

OSTASIATISCHES HENKELKÖRBCHEN, CHINA, PROVINZ KANTONG , UM 1880

Elfenbein, Miniaturschnitzerei
Chateau Musée de Dieppe, Dieppe, Haute-Normandie, Frankreich

Zustand vor der Restaurierung

Das vorliegende Henkelkörbchen aus dem Bestand des Chateau Musée de Dieppe liegt stark verschmutzt, in alle 120 Einzelteilen gelöst, vor. Die Verleimungen zwischen den hauchdünnen Teilen haben sich alle gelöst. Es fehlen Teile des Bodens und der Deckelbekrönung sowie Fragmente der Wandungsteile. Die filigranen Wandungsteile weisen zahlreiche Brüche und starke Verwerfungen auf.

Maßnahmen

Die Einzelteile werden gereinigt, die Brüche geklebt und die Verwerfungen des Materials soweit möglich rückgeformt. Zur Stabilisierung der hauchdünnen Wandungsteile werden partiell Hinterlegungen mit Seidegaze vorgenommen. Die fehlenden Einzelteile sollen aus Elfenbein ergänzt werden.

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